Freitag, 27. Januar 2017

Feinschmecker

Mechthild Heckmann hat das Glück, einen Mann mit besonders feinem Geschmackssinn zu haben. Horst Heckmanns Metzgerei in Mümling Grumbach gilt als eine der besten der Gegend. Manche sagen rundheraus, es sei die beste. Ein Mann, für dessen Landleberwurst die Genießer unter seinen Kunden durch den halben Odenwald fahren, muss zweifellos ein talentierter Feinschmecker sein. Er mag das Echte, unverfälscht Natürliche. Wirklich gute, frische Zutaten sind die Seele der Wurst. Aber genauso unstrittig: Erst die gekonnte Verarbeitung macht das Meisterwerk, das wissende Finger-, Zungen- und Nasenspitzengefühl mit exakt dieser Gewürzmischung zum genau richtigen Zeitpunkt. Komplexes Feintuning. Metzgermeister Heckmann legt großen Wert auf Ordnung. Das hat er in der DNA. Seine Familie kennt diesen, auch liebenswerten Hang zum sehr Korrekten: Alles muss an seinem Platz sein.
Wenn einer der sechs mit feinem orangebeigem Leder bezogenen Stühle in falschem Abstand oder womöglich in einem anarchisch-wilden Winkel am Esstisch steht, tut ihm das körperlich weh...
Fest steht: Wer diesem Mann ein Hausbauen will, sollte tunlichst zu den sehr Korrekten unter den Anbietern gehören.
Zudem kommen die Eheleute Heckmann mit eigener Erfahrung: 1991 haben sie ganz in der Nähe, fast in Sichtweite, schon mal ein Haus gebaut. Konventionelle Ziegelwände, Satteldach, immerhin bereits mit 2,70 Meter
Deckenhöhe. Zeitloser
Landhausschick, wie er generationenlang funktioniert.
Es sei denn . . .
Der Mann ist auch als Mittfünfziger einer, der noch etwas vorhat. Die beste Hausmachenvurst im Odenwald — gut und schön. Das war's?
Dürfen Männer im besten Alter träumen?
Na klar! Unbedingt!
Auch davon, noch ein Haus zu bauen?
Seine Mechthild brauchte eine gewisse Zeit, auch diesen Traum ihres Gemahls von ganzem Herzen zu teilen, ihr wohlgeordnetes Das ein in den besten Jahren mit einem neuen Haus gewissermaßen zu verjüngen ... Ein modernes, mit allem Pipapo. Wo sie mit
Ende fünfzig einziehen und sich ihr Leben lang keine Gedanken mehr machen müssen, dass dies und jenes eher früher als später zu erneuern ist.
Eins, wo man glücklich miteinander alt werden kann.
Alles auf einer Ebene. Treppenlos, schwellenlos. Was nicht nur in fortgeschritten crem Alter als sehr komfortabel erlebt wird. Auch die erwachsene Tochter, die nun mit Slann und Kind das Elternhaus bewohnt, empfindet als junge Mutter diesen Status „mit ohne Treppen und Stufen" als angenehm bequem. Diesmal ein Bungalow, das war für die Eheleute Heckmann von Anfang an klar. Um einen richtig schönen, richtig großen zentralen Raum herum konzipiert. Mit möglichst vielen bodentiefen Fenstertüren
in den Garten. Die, wenn man mag und die Rollläden oben lässt, beginnend mit der Morgensonne den lieben langen Tag erfreulichst viel Licht ins Haus schicken.
Draußen ein überdachter, beschatteter, vor Wind und Regen bewahrender Sitzplatz. Dessen Einrückung ins Haus begründet den Namen Winkel-Bungalow.
Das Einklinken einer überdachten Terrasse und des Schlafraums auf der gegenüberliegenden Seite verschafft dem zentralen Livingroom drinnen spannende Blickachsen: Man tritt durch die doppelflügelige Tür aus satiniertem Glas und mit jedem zweiten Schritt ändert sich die Perspektive.
Die warmweiße Küche mit schwarz glimmernder Granitarbeitsfläche, ihrer markanten Insel, den vier etwas erhöhten Alltagsessplätzen und raffnierter Bodenbeleuchtung der Konsolen erscheint von der Mitte des Raums aus in faszinierend anderem Blickwinkel.
Der Essbereich übernimmt im Heckmannschen Haus auch die Funktion der traditionellen „guten Stube" - reserviert für besondere Gelegenheiten, lieben Besuch, größere Familienrunden.
Nach dieser Raumzone öffnet sich rechts mehr und mehr der Blick auf die beiden edlen Leolux-Designersessel. Erlesene Stücke — auf denen sich trotz ihrer mutig-schrägen Form sehr angenehm sitzen lässt. Und schon ist man in Höhe der Sofaecke. Deren Hauptzweck unverkennbar: Relaxen. Mit oder ohne TV oder Buch. Breite Sitzliegen zum abendlichen Versinken. Dass sie übereck platziert sind, ist schlau: Jeder kann für sich sitzen; den anderen dennoch immer ein bissl im Blick. Das ist ein schönes Gefühl. So geht Ehe.
Muss man noch erwähnen, dass, wer sich ganz am Ende der großen Raumdiagonale umdreht, wieder eine andere Blickperspektive geboten bekommt? Die hohe Schule, diese drei Zonen des Raums zugleich voneinander abzugrenzen, sie aber dennoch mit ein und demselben Stilempfinden zu gestalten, beherrschen die Eheleute mit Bravour.
Es stand keineswegs fest, dass der Bungalow ein Fertighaus werden M(ar aber eine Option: Horst Heckmanns Vater hatte seiner Familie 1980 ein Weberhaus gebaut.
Dieser Name stand also gleichfalls auf der Kandidatenliste.
Dass schließlich OKAL den Zuschlag bekam, lag nicht nur, aber auch am kompetenten Charme der Verkaufsberaterin. Bei ihr passten Hausangebot, Preise und die berühmte „Chemie" wie der Schlüssel ins Schloss.
Den Ursprungsentwurf in Heckmannschen Vorstellungen neu auferstehen zu lassen, erwies sich als unkompliziert. Wenn Sie die beiden Fenster in der Sofaecke rechts und links neben dem Großbildfernseher und in der Höhe exakt über dem TV-Board enden lassen möchten - bitte sehr.
Der Stress kam von anderer Seite. Die Behörde hatte auf dem 1.100-Quadratmeter -Grundstück ein 15 mal 15 Meter großes Baufenster vorgegeben. Nun maß aber der Bungalow-Entwurf allein schon so viel. Was wird dann mit dem geplanten Anbau des Technikraums? Und mit der Garage?
Die werden jedenfalls so, wie das Ehepaar
Heckmann das wünschte, auf keinen Fall
genehmigt. So ein amtliches Baufenster ist kein Showfenster. Kleiner dürfen Sie gern planen, größer auf keinen Fall. Da kann es schon an 20 Zentimetern scheitern. Behördliche Kompromissneigung: null.
Wenn man erst seinen Idealentwurf gefunden hat, schmerzt das erzwungene Abrücken davon sehr. Der schöne große Lieblingsraum musste am Ende einen Meter in der Breite abgeben. Um den Anbau (Technik- und Wirtschaftsraum) zu ermöglichen und den Schlafraum und den Ankleideflur dahinter nicht noch schmaler bauen zu müssen.
Letzterer ist übrigens Malerarbeit vom Feinsten: So ein intensives, gekonnt royales Rot sieht man nicht alle Tage. Meisterhaft. Genauso wollte Metzgermeister Heckmann seinen Bungalow haben. 

Autor: Peter Neumann
Fotos: Hans-Rudolf Schulz

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Just well done

Canan und Sven Just haben alles richtig entschieden bei ihrer neuen Stadtvilla in der Nähe von Euskirchen.
Verteidigungsministerin von der Leyen könnte eigentlich einen (kleinen) Orden rausrücken: für vorbildliche Umsetzung ihrer Vision
von einer familienfreundlichen Bundeswehr. So schön wie Hauptfeldwebel Sven und Hauptfeldwebel Canan Just in ihrer Stadtvilla bei Euskirchen wohnen derzeit wohl nur wenige Soldaten.

Die Bundeswehr hat auch etwas für die beiden getan: Sie hat sie (zum Kennenlernen) auf denselben Lehrgang nach Berlin kommandiert. Beide sind IT-Spezialisten.
Echte Cyber-Krieger?
Wir spielen hier nicht Blockbuster-Kino: ITIer, bitte.
Die 29-jährige Canan und ihr acht Jahre älterer Sven waren keine Immobilien-Amateure, als sie 2014 ihrem Nestbautrieb freien Lauf ließen. Sechs Jahre zuvor hatten sich die beiden ein Reihenendhaus im Rohbau in Niederkassel gekauft. Das Ortsübliche: massive Wände, Satteldach, Standard Raumhöhe 2,50 Meter, konventionelle Aufteilung. Nichts Besonderes. Es bescherte den Eheleuten beim Verkauf dennoch ein erfreuliches Gewinnsümmchen - anhaltender Wohnungsmangel steigert so gut wie jeden Objektwert in gefragter Lage.
Mit ihrer Stadtvilla ist das freilich kein Vergleich; die spielt in einer ganz anderen Liga. „Man glaubt es erst, wenn man es erlebt", beschreibt Canan Just die befreiende Wirkung kontrollierter Frischluft in allen Räumen: „Seitdem wir in die Stadtvilla gezogen sind, haben die beiden Mädchen so gut wie keine Erkältungen mehr." Im alten Haus war das ein Dauerleiden.
Häuser ohne Frischlüftung riechen anders. Wissen die inzwischen OKAL-verwöhnten Nasen.
Sven Just ist ein analytischer Typ. Was macht heute den Wert eines Hauses aus? Mal abgesehen von der Lage: Wodurch behält oder steigert es seinen Wert? Wonach werden Häuser künftig bewertet?
Bei solchen Fragen komme man an der Fertigbauweise kaum vorbei, sagt er. Sein Projekt von Anfang an in trockenen Tüchern zu haben, ist schon mal etwas Gutes. In ihrem vorigen Haus hatte die junge Familie „livehaftig" erlebt, dass es volle drei Jahre dauert, bis in einem Massivbau die letzte Restfeuchte wirklich „trockengewohnt" ist.
Als cooler Rechner hatte Sven Just zudem schnell raus, dass sich die Vorteile moderner Bauweise und innovativer Haustechnik auch in den Kosten bemerkbar machen: „Es gab keinen einzigen Massivhausanbieter, der uns dieses Haustechniksystem auch nur annähernd in derselben Preisklasse wie OKAL anbieten konnte."
Der Hausherr hatte von Anfang an sehr genaue Vorstellungen von dem, was er wollte: „Möglichst alles.
Und von jedem Gerät das mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit dem niedrigsten Energieverbrauch, versteht sich." Keine fossile Heizung. Stattdessen eine leistungsstarke Wärmepumpe. Eine Fußbodenheizung, die an heißen Sommertagen die Räume kühlt. Das Thema kontrollierte Be und Entlüftung hatten wir schon. Sven Just hat seine Anlage um eine Luftfeuchte-Automatik erweitert: „Zu trocken ist auch nicht gut. Jetzt haben wir konstant angenehme 45 bis 50 Prozent Luftfeuchte."
Photovoltaik auf dem Dach sowieso. 5 Kilowatt Leistungsspitze; mehr Solarpaneele passen leider nicht auf das Zeltdach der Stadtvilla.
Zur Ausstattung von OKAL gehört auch die E3DC-Speicherbatterie. Ein Typ wie Sven
Just hat die stets auf dem Kontrollschirtn. Die 4,6 Kilowatt Speichervolumen ertnöglichen es der Familie, ihren Energiebedarf zu fast 80 Prozent aus eigenem Solarstronl zu decken.
Als Hausbesitzer treibt ihm jede Kilowattstunde, die er wegen voller Batterie ins Netz speisen muss, ein dunkelrotes
Zörnchen auf die Stirn. „Die zahlen mir 12 Cent dafür! Verkaufen aber für 30!" Sven Just hat seine Speicher auf 6,9 Kilowattstunden hochgerüstet. „Lieber beheize ich meinen Pool damit, als den Solarstrom zu verschenken."
Es war natürlich nicht nur die Haustechnik, die Canan und Sven Just in die Stadtvilla zog: „Wir wollten auf keinen Fall ein Satteldach!" Ihr altes Reihenhaus hatte eine abschreckende Billigversion davon, mit irrwitzigen Schallbrücken zu den Nachbarn . . . Die Stadtvillen-Architektur machte es dem Paar leicht, sich in sie zu verlieben. Die Just-Version bringt es auf 195 Quadratmeter. In Räumen mit exklusiver 2,80-Meter-Deckenhöhe. Die gibt es bei anderen nur gegen Aufpreis, wirft der Hausherr sichtlich zufrieden mit seiner Entscheidung ein. Wie so v iel Son ne und Tageslicht von allen Seiten das I.eben in den Räumen aufwerten, merkt Ilian erst, wenn man darin wohnt, bescheibt Canan Just ihr Stadtvillen- Erlebnis. Die vielen bodentiefen Fenster sind bei solchen Rautnhöhen natürlich proportional mitgewachsen. Technisch vom Feinsten, 88er-Prof11e, Passivhaus-Qualität, ergänzt ihr umsichtiger Mann.
Ausgerechnet dieser Sven Just und seine Frau haben getan, wovor Bauherrenberater aller Chargen eindringlichst warnen (NIEMALS! AUF KEINEN FALL!): Sie haben im für sie alles entscheidenden Punkt, dem Fertigstellungstermin, dem Versprechen ihrem OKAL-Verkaufsberater Tim Diehl vertraut.
Bei der Vertragsunterschrift im November 2014 war noch nicht einmal das Grundstück klar. Dafür der Einzugstermin: erste Augustwoche 2015. Zur Einschulung von Hailie.
Eine Bauzeitvorgabe von nicht einmal 30 Wochen vom Notartermin Grundstück bis zu Übergabe der schlüsselfertigen StadtVilla ist nicht nur „sportlich", sondern jenseits von Gut und Böse. Normalerweise beginnen die Arbeiten zehn Wochen nach Vorlage der Baugenehmigung. Familie Just erwartete, bis Anfang August nicht nur das Haus, sondern auch Außenanlagen und Garten neubauschön in Besitz nehmen zu können. Vor solchem Sprint zuckt nun
wirklich jeder seriöse Anbieter zurück. Jedenfalls jeder, der seine Bauherren wertschätzt.
Andererseits: Wer, wenn nicht der Marktführer, hat die Power, in einer Ausnahmesituation mal die verlässlich eingespielten Routineabläufe zu durchbrechen? Falls überhaupt, funktioniert so etwas nur, wenn sich der/die Verkaufsberater selber voll mit reinknien. Zudem einen so guten Stand im Unternehmen haben, dass ihnen alle Beteiligten auch Vorfahrt gewähren für die Just-Stadtvilla. Ausnahmsweise. Und es darf nichts dazwischenkommen. Deshalb
ließ Bauherr Just, als es nötig wurde, auch kleinsten Störfällen vorzubeugen, kurz entschlossen ein weiteres Bodengutachten machen.
Logistik und Koordinierung so vieler Gewerke im Zeitraffer — eine echt starke Leistung lobt der Bauherr.

War ein knapper Einlauf. OKAL und sein Verkaufsberater Tim Diehl hat auch ohne unterschriebenen Sprinttermin ihr Wort gehalten: Hailie absolvierte aufgeregt und glücklich ihren ersten Schultagweg vom neuen Haus aus. In der letzten Juliwoche 2015 war die Familie Just eingezogen.

Zum Nachbauen gern empfohlen. Aber bitte nicht wieder im Usain-Bolt-Tempo.

Autor: Peter Neumann
Fotos: Hans-Rudolf Schulz


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Mittwoch, 25. Januar 2017

Hier wohnt der Erfolg

Der Unternehmer Niko Herpich baute sich und seiner Karina in Erbach eine supermoderne OKAL-Villa an den Hang.
Männer wie Niko Herpich haben gern alles selbst in der Hand. Das Tempo. Die Richtung. In welchem Wettbewerb, mit welchen Verbündeten und Mitbewerbern. Seit seinem 18. Geburtstag fährt er leidenschaftlich Kart-Rennen. Inzwischen hat er mit einem Partner ein Geschäft daraus gemacht: als deutscher Generalitnporteur von zwei italienischen Kart-Automarken. Wie man hört, Draufgänger mit Ferrari-Ambition, nur auf kleinerer Spurweite.

Niko Herpich ist als Person wie als Geschäftsmann ein sportlicher Typ. Dem 35-Jährigen muss keiner erst sagen, dass in jedem Sieg Talent steckt, aber immer auch harte Arbeit. Und Selbstvertrauen. Niko Herpich führt derzeit neun Unternehmen. Er ist keine 30, als er vom Vater das Autohaus am Ort übernimmt. Sein Spürsinn für chancenreiche Unternehmungen führt dazu, dass er das Geschäft mit Neu- und Gebrauchtwagen um eine ertragreiche Kraftfahrzeug-Pfandleihe erweitert. Aktuell stehen dort neben VW-Golf und BMW-3er auch ein Oldtimer Porsche 911 SC3.0 Coupé, Baujahr 1983, im Angebot. Daneben ein 40 Jahre alter original britischer Panzer „Stallwayr FV 434". Unglaublich, wofür sich deutsche Fahrzeugsammler interessieren. Kurz und gut: Immobilienvermietung und -verwaltung, LED-Werbewände, App-Entwicklungen, Drohnenverkauf- und -auftragsflüge sind die weiteren Felder, auf denen Niko Herpich ackert und erntet.
Wenn sich einer wie er ein Haus baut, ist das die ernst gemeinte Kombination von „nützlich" (clevere Geldanlage) und „will ich" (schickes Zuhause).
Über die Vorgaben ist er sich mit seiner Liebsten, Karina Bosche (Jahrgang 1988, Marktleiterassistentin), einig: Vorzeigbar soll es sein. Jeder kann und soll sehen: Hier wohnt der Erfolg.
Modern soll es sein. Außen wie Innen Angenehm gestaltete Proportionen. Mit Haustechnik vom Feinsten: Hier wird Zukunft gelebt.
Wohnlich muss es sein. Riesengroße, sonnenhelle Räume. Designerbad. Gemütliche Sofalandschaft: Hier machen wir es uns schön.
Niko Herpich hat zudem das Glück, bei seinem Hausprojekt eine versierte Fachfrau als Beraterin an seiner Seite zu wissen. Die nicht nur alle offen ausgesprochenen, sondern auch alle geheimen Wünsche dieses Bauherren seit Langem kennt: seine Mutter. Andrea Herpich lebt und erlebt OKAL seit vielen Jahren aus dem Blickwinkel einer erfolgsstarken Verkaufsberaterin.
Du willst das garantiert beste Haus am Markt in der gehobenen Kategorie? Billig wird's nicht, mein Sohn. Aber du bekommst ja auch ein OKAL-Haus. Gebaute Wertbeständigkeit. Moderne Architektur, ausgeführt in zukunftsorientierter Bauweise, vom DGNB „Gold"-zertifiziert für Nachhaltigkeit.
280 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Etagen. Voll unterkellert.
Die Hanglage des Grundstücks bietet vor allem im Obergeschoss des Hauses so atemberaubende Blicke zum Odenwald, dass man für jedes Mal Gucken eine extra Naturschönheitsgebühr erheben müsste. Niko Herpich sieht, ganz Geschäftsmann, dieses Haus als private Investition. Wohl wissend, dass dabei nicht alles in Euro zu messen ist: Sich immer wieder am eleganten Schwung der Designer-Badewanne zu erfreuen, den Sonnenuntergang auf der Terrasse oben zu erleben, kann man ja trotzdem als Wohlfühlrendite verbuchen.
Für den jungen Mann gehört dazu auch: der tägliche Blick auf den Energiestatus seines Hauses. Was die bei ihm installierte Technik treibt, ist Hochleistungssport. Rund um die Uhr. 365 Tage im Jahr. Der Coach will Leistung sehen!
Niko Herpich hat genommen, was OKALan innovativer Haustechnik zu bieten hat. Kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Mit Einzelsteuerung: jedes Raums, optimiert vom intelligenten Hausmanager „myGEKKO", der auch mit diversen Komfortfunktionen zu Diensten ist: Überwachungskalneras, Licht, Rollladen- und Fenstersicherheit, Audio- und Videohandling.
Der Fingerprint-Öffner für die Haustür ist ein Gag, zugegeben. Alles andere aber folgt rationaler Überlegung: Wenn in diesen fast zinslosen Zeiten schon dein Geld nicht für dich arbeitet, sollen das umso mehr deine Solarzellen tun.
Der Rest geht ins Netz. Noch. Niko Herpichs eigentliche Idee ist, seine Elektro-PKW mit eigenem Solarstrom zu betanken. Geduld an ausgerechnet dieser Stelle hat etwas Zähneknirschendes: Heutige Ladezeiten von 12Stundenfür einen E-Golf oder 6 Stunden für einen Tesla sind das Gegenteil von einladend. Wir können gern schon mal ausrechnen, wie sich bei Ladezeiten von 30 Minuten für 300 Kilometer Reichweite das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Verwendung seines eigenen Solarstroms in der neuen Generation von Elektroautos sofort erfreulichst zum Guten wendet . . .Gut 8 Kilowatt Solarthemie und 9,6 Kilowatt peak Solarstrom sind auf Niko Herpichs Flachdach installiert. Der E3DC-Batteriespeicher im Keller ist auf 6 Kilowattstunden ausgelegt und natürlich stets die erste Adresse für den eigenen Sonnenstrom.

Der Solarstrom ist da. Die E3DC-Ladestation auch. Niko Herpich muss nur noch auf die E-Autos warten: eins für seine Karina, eins für sich.

Autor: Peter Neumann
Fotos: Hans-Rudolf Schulz


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Dienstag, 24. Januar 2017

Das Platin-Haus

OKAL ist der erste Anbieter, der alle seine Fertighäuser auf ihren Nachhaltigkeitswert prüfen lässt. Von Auditoren der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Sabrina Und Frank Schürmann bekamen für ihre Stadtvilla das DGNB-Zertifikat in der höchsten Stufe.
Manchmal hat das Glück einen Namen und ein Gesicht: Förster Knichel. Frank Schürmanns Ururgroßvater. Ein fleißiger und gerade in Geldangelegenheiten solider, sparsamer Mann. Der seinem Nachfahren ein 800-Quadratmeter-Baugrundstück hinterlassen hat. In Oberhausen. In bester, ach was: in idealer Lage.
„Nicht mehr Stadt, noch nicht Land. Eine unbebaute Wiese in einer verkehrsberuhigten Sackgasse. An einem Ende die Bushaltestelle, am anderen der Bahnhof. Zehn Minuten bis zur Innenstadt", schwärmen Sabrina und Frank Schürmann. Einkaufssmöglichkeiten, Kindergarten, Grundschule zu Fuß erreichbar. Der Autobahnanschluss fünf Minuten entfernt. Zum nächstgelegenen Nordseestrand sind es maximal zweieinhalb Stunden.
Herz, was willst du mehr?!
Für Frank Schürman und seine Frau Sabrina stand „schon immer" fest, dass sie in einem eigenen, selbst gebauten Haus leben wollen. Ururopas 800 Quadratmeter, das war schnell klar, boten dafür die denkbar beste Basis. Die Baulandpreise im Oberhausener Umland schnellen schon in weit abgeschiedeneren Lagen in Höhen von 300 Euro pro Quadratmeter aufwärts.
„Was unser Hausprojekt betraf, waren wir ahnungslos und für alles offen", beschreibt der IT-Berater (Jahrgang 1983) die Ausgangslage. Und meint damit sowohl die Bauweise und erst recht den Anbieter.
Umgucken, ansehen. „Wir sind in der alten Wuppertaler Ausstellung im Winter 2013 in alle 40 Häuser gestiefelt", erinnert sich Sabrina Schürmann. „Das von OKAL war übrigens das mit Abstand älteste und hässlichste damals".
Aber dort trifft das junge Paar den Verkausberater. Einen Verkaufsberater mit Betonung auf dem zweiten Teil seiner Berufsbezeichnung. „Einer, der nicht schwitzig auf die Unterschrift drängt, sondern sein Gegenüber erst mal in aller Ruhe fragt, wie genau sie denn schon wissen, was ihr neues Haus haben und können soll", beschreibt die Bürokauffrau die Begegnung mit ihrem Verkaufsberater. „Einer, der gut erklären kann, weshalb ein Effzienzhaus KfW 55 — 2013 neu und angesagt - eine gute Idee ist. Er hat uns auch aufgeklärt, welche Nebenkosten für Erdarbeiten, Hausanschlüsse, Außenanlagen auf uns zukommen werden." Kurzum: Ein Typ, den man sich als angehender Bauherr, aber Laie, gern an die Seite holt. Der Ahnung hat. Dem sie trauen können. Und der ihnen einen OKAL-Hauskatalog mit neuen Entwurfsideen in die Hand drückt. Eine davon ist die Stadtvilla!
Plötzlich bekommen ihre Vorstellungen ein Gesicht, eine Form. Raffinierte Moderne:
Tut schlicht und einfach, wirkt aber verführerisch schick. Eigentlich wissen die Eheleute schon vor dem Betreten der „echten" OKAL-Stadtvilla in der neuen Fertighauswelt Köln-Frechen, dass Gefühle und Verstand sich gegenseitig bestätigen: Das ist es! Zwei Vollgeschosse. 10 auf 10 Meter. Ideal für ihr 16 Meter breites Grundstück.
Aber?
„Der Grundriss passte nicht", beschreibt Sabrina Schürmann ihr Problem. „Eine L-förmige Treppe schränkt die Planung der Räume in beiden Etagen brutal ein."
„Freie individuelle Grundrissplanung versprechen einem fast alle", ergänzt ihr Mann, „aber dann nur gegen Aufpreis. 
Bei OKAL ist die freie Bauherrenplanung inklusive. Wir mussten nur die tragenden Wände berücksichtigen. Das haben wir gemacht." Mit der OKAL-Architektin platzieren sie eine gerade Treppe zentral in die Mitte des Hauses. Die in beiden Geschossen rechts und links „umgangen" werden kann. Plötzlich fügt sich alles.
Die Eheleute unterschreiben noch 2013. Am 2. April 2014 wird ihre Stadtvilla auf den vorgefertigten (Glatthaar-)Keller montiert.
Sie entschieden sich für die Option „malervorbereitet" - die finalen Arbeiten an Fußböden und Wänden vergeben sie separat an Handwerker vor Ort.
Am 19. Juli 2014 zieht das Paar ein. Am 6. August 2015 wird Felix geboren. Wörtliche Übersetzung: „Der vom Glück Begünstigte."
Im Rückblick steht für Frank und Sabrina Schürmann zweifelsfrei fest, alles richtig gemacht zu haben. Das richtige Haus gebaut. Mit dem richtigen Anbieter. Das kostet aber auch richtig Geld. Mit neuer Küche, Edelkamin, Terrasse, sonstigen Außenanlagen und allem Drum und Dran reden wir hier unterm Strich von fast 400.000 Euro.
Was macht Sie denn so sicher, dass Sie in ein wertbeständiges Haus investiert haben?
OKAL hat einen guten Ruf für gute Architektur, innovatives Bauen und testierte Qualitat , argumentiert Frank Schürmann. Werthaltigkeit steht auf seiner Agenda ganz oben. Eher früher als später werden nachhaltig gebaute Häuser die besseren Preise erzielen.
Nachhaltiges Bauen finden beide Eheleute gefühlsmäßig gut. Was aber heißt das? Als die Holzfertigteile für ihre Stadtvilla 2014 produziert werden, läuft parallel die Entwicklung der Serienzertifizierung für nachhaltiges Bauen durch die DGNB auf Hochtouren. Inzwischen bekommt jeder OKAL-Bauherr ein DGNB-Nachha1tigkeitszertifikat für sein Haus.
Die Schürmannschen Objektdaten liegen komplett bis zur letzten Schraube bei OKAL digitalisiert vor — kann die DGNB nicht bitte mal ausnahmsweise für dieses 2014erHaus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausstellen? Ja, sie kann.
Am 5. September 2016 trifft es ein. Unterschrieben von DGNB-Geschäftsführer Johannes Kreißig. Der Schürmann- Stadtvilla in Oberhausen wird entsprechend den
Prüfkriterien der DGNB die höchste Qualitätsstufe für nachhaltiges Bauen zuerkannt: Platin! (Ausführliche Erläuterung zum Zertifikat siehe Interview mit Johannes Kreißig ab Seite 379).
So macht man Bauherren glücklich. Frank Schürmann ist happy über diesen unerwarteten, detailliert aufgelisteten Nachweis des herausragend hohen Werts seines Hauses. Natürlich hat er es nicht mit Blick auf Wiederverkauf gebaut — aber es ist doch sehr angenehm, für den Fall der Fälle einem möglichen Käufer dokumentieren zu können, weshalb der Preis ein sehr, sehr ordentlicher sein muss. Ökonomische, ökologische, funktionale Qualität: neunmal 100 Prozent Erfüllung sind herausragend!
Am allermeisten freut ihn die DGNB-Bewertung seines Grundrisses: 95 Prozent von 100! Der steht in keinem Katalog, den haben seine Sabrina und er sich von null an selbst ausgedacht. Glückwunsch. 

Autor: Peter Neumann
Fotos: Hans-Rudolf Schulz

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Familie ist nur ein anderes Wort für Glück

Schömberg. Ort und Gegend wurden vor einem Jahrhundert als das „deutsche Davos" bezeichnet. Thomas Mann hätte hier seinen »Zauberberg" besteigen und die Geschichten jener Patienten finden können, die in einer Klinik von der Tuberkulose geheilt wurden. Das OKAL-Haus der Familie Sonntag-Utecht liegt in der Kurve einer Straße, an der etliche neu gebaute Häuser stehen. Ein bisschen abseits vom Ort. Dazugehörig schon, ein bisschen fremdelnd aber doch? An der Fassade Plastik-Schlitten und ein Roller. Neben der Eingangstür baumelt ein Kabel für das künftige Hauslicht; noch nicht geschafft, oder das alte ist kaputt und noch nicht durch ein neues ersetzt. Der Carport für den VW-Bus und eine Limousine ist wie die Familie, die hier auf 210 Quadratmetern wohnt: alles XXXL.
Weil in einer Familie mit fünf Kindern eben XXXL sein muss; der Tag hat 30 Stunden. Oder wie bekommen sie sonst alles unter ein Dach?
Dann Weide und Wald - der Blick geht unverstellt-unverbaut in den Schwarzwald. Bei klarer Sicht bis nach Stuttgart in die eine, bis zum Odenwald in die andere Richtung. Die Familie Utecht wohnt hoch - auf ihrem „Zauberberg".

Erstens: alle zusammen
Pelle ist ein Labradoodle und eine eminente Persönlichkeit. Nicht irgendein Familien-Kuschel-Wuschel. Pelle ist ein so genannter Assistenzhund. Erfährt der Fremde bald, nicht sofort. Er sieht durch die verglaste Haustür, wie sich der Vierbeiner aufrichtet und bellt: Rück mir und meinen Leuten nicht auf die Pelle!
Alexandra, Mutter und Hausherrin, schaut mit sehr blauen und sehr wach(sam)en Augen den Besucher zum Empfang an; den Hund hält sie am Halsband. Sie sieht erholt und braungebrannt aus. Eine Kur auf der Nordseeinsel Juist liegt gerade hinter ihr. „Das erste Mal nach 21 Jahren Erziehungsarbeit. Luxus. Drei Wochen allein, das hat sehr gut getan." Für sich sein. Hat sie sehr genossen, erfährt der Eindringling gleich.
Jonathan, 18, sitzt mit seiner Freundin eng auf einer Bank im Raum, der fast die gesamte Grundfläche des Hauses einnimmt.
Der wichtigste Raum im Haus, die Wand zur Küche fehlt: Stube, Essraum, Büro, Kommunikations-Zentrum in einem.
Jonathan müsste auf seinem Internat in Meersburg am Bodensee sein. Aber da geht der Noro-Virus um, die Zöglinge wurden sicherheitshalber übers Wochenende nach Hause geschickt.
Esther-Rebekka, 21, ist die Kosmopolitin der Familie. Dominica, 13, mit Papa Marwin noch bei einer Veranstaltung der Pfadfinder. Daniel, 15, der Hauptgrund für diesen Ort und den Bau dieses Hauses. Saphira, 5, das Nesthäkchen.
„Nach vier Kindern dachte ich, ich sei zu alt." Die 47-jährige Mutter, promovierte Ärztin und angestellt in einer örtlichen Hausarztpraxis, amüsiert sich — über sich selbst?
Der Gast begreift schnell ein ungeschriebenes Gesetz dieser Familie: Es gibt keinen Grund, drumrum zu reden. Es erleichtert das Leben in der Gemeinschaft ungemein, wenn keiner druckst, zaudert oder mit seiner Meinung hinterm Berg hält. Anders kommt nicht Übersicht in den Menschenschwarm.
„Ehrlich und echt. Das ist uns ganz wichtig, dass wir niemandem etwas vorspielen. Dass es nicht hinterher heißt, ja ihr habt das eine gesagt und das andere gelebt." Sagt Mutter Alexandra.
Marwin, Gatte und Vater, Techniker für Crash-Technologien beim Kistler in Sindelfingen, ergänzt: „Die Grundlage für unsere Erziehung ist die Bibel. Da sind die zehn Gebote...
Allein die. Wer die wirklich ernst nimmt, dürfte ein Problem mit der Beliebigkeit des Redens und des Handelns haben. Marwin ist mit Dominica von den Pfadfindern zurück. Die Bude ist voll. Nur Daniel lässt sich erst mal nicht blicken. »Er sitzt bestimmt oben am Computer und spielt", vermutet der Vater. Stört niemanden. Daniel ist noch besonderer, als die anderen besonders sind und jedes Kind auf der Welt sowieso besonders ist. Warum das so ist, erfährt der Gast später.

Zweitens: das Paar
Alexandra und Marwin haben sich bei einer Squaredance-Veranstaltung in Zürich kennengelernt. Alexandra hatte gerade Abitur gemacht. Marwin tanzte schon etwas länger. Ihr Vater stellte sie vor, „ich wusste gar nicht, dass sie die Tochter ist" (Marwin). Sie verbrachten den Abend miteinander, es folgten weitere.
„Wir haben uns immer wieder an Wochenenden zum Tanzen verabredet. Bist du da? Dann komme ich auch." Alexandra fing an, Medizin zu studieren, er arbeitete im Forst. Eine Wochenendbeziehung, bis sie gerann und an Tiefe gewann.
Squaredance. An vier Seiten eines Quadrats steht jeweils ein Paar. Countrymusic. Ein Caller sagt oder singt an, welche Figuren getanzt werden. Dann geht es los. Petticoats schwingen. Stiefel nageln das Parkett. Paare trennen sich, die Partner wechseln. Countrymusic everywhere, Countrymusic in the air. Rhythmus bis in die Haarwurzeln hinein, einfach, direkt, bis der Boden bebt. Paare finden sich wieder, andere Figuren, andere Partner, es bleiben vier Paare
Lakonisch diagnostiziert Alexandra: „Man macht nicht so großen Firlefanz. Man macht Figuren miteinander. Mal mit dem einen, mal mit dem anderen."
Vier Paare, die sich während des Tanzens trennen. Am Ende findet sich das Paar wieder, das am Anfang gemeinsam startete; Squaredance scheint ein halb züchtiger, halb lockender BeziehungsanbahnungsBalz-Tanz zu sein.
Alexandra und Marwin tanzten zusammen, heirateten. Seit März 2010 wohnen sie mit ihren Kindern in ihrem Haus in Schömberg, Nordschwarzwald. Erst mit vier, ab August 2011 dann mit fünf.

Drittens: das Haus
Bevor sie hinaufzogen in die gute Luft, lebten sie im Großraum Stuttgart. Da, wo der Neckar einen Knick macht und „wie ein Kamin" (Marwin) wirkt. „Man kriegt alle Abgase voll ab." Die Feinstaub- und Pollenbelastungen waren so stark wie in Stuttgarts Innenstadt. Daniel wurde immer kränker. Sämtliche Medikamente, die der Markt hergab, Reha-Kuren es wurde trotzdem schlimmer. Sie suchten nach einem Ort,
nach einem Daheim in einem ständigen Luftkurort.
„Entweder wir stemmen das, auch wenn uns das finanziell einschränkt. Oder wir haben immer das schlechte Gewissen, nicht alles versucht zu haben", bilanziert Alexandra. „Mir war es wichtig, dass wir dann zurückblicken und sagen können: Wir haben alles versucht. Um in bessere Luft, in ein Haus mit Pollenfilter und kontrollierter Lüftung zu ziehen."
Sie glauben weiterhin an Heilung. Aber Glaube heiße nicht, „sich in den Lehnstuhl zu setzen und abzuwarten, was Gott tut." Sondern das zu tun, was man tun kann.
„Den Rest muss Daniel selber besorgen."
Ein Haus mit dieser besonderen
Problematik zu bauen, ist auch eine spezielle Sache. Die LAKRA (die Landeskreditanstalt
Baden-Württembergs) bietet „staatliche Förderung nach dem Landeswohnraumförderungsprogramm", inklusive „staatlicher Unterstützung, wenn es darum geht, Familien mit Kindern und Schwerbehinderten den sicheren Weg in ein eigenes Zuhause zu ermöglichen".
Das klingt gut, ist gut. Und bleibt ein Hin und Hergerechne. Sie durften nicht zu wenig verdienen, dann wären sie nicht in den Fördertopf geraten. Sie durften nicht zu viel verdienen, dann wären sie wieder herausgerutscht.
Außerdem sagt Marwin mit dem milden Sarkasmus desjenigen, der alle bürokratischen Becher ihres besonderen Hausbaus geleert hat und trotzdem als Christ vergeben kann: „Ich musste ihnen erklären, was in ihren Satzungen steht."
Es bedurfte mehr als sanften Nachdrucks: dass Daniel schwerster Allergiker ist und es ein Recht auf erhöhten Zuschuss gibt. Und als das Haus dann stand, schlug ein Jahr später der Blitz ein. Legte sämtliche Elektrik und Steuerung lahm. Versicherungswege und wieder Geld, weil nicht alles abgedeckt wurde. All das plus 4 Kinder und Alexandra hochschwanger — Familie XXXL eben.

Viertens: nochmals Familie
Sie sind eine gläubige Familie. Den halben Sonntag verbringen sie im GOSPEL FORUM der Freikirche in Stuttgart. Bei Predigt, Gespräch, Kontakten, Essen, mit Gott und unter ihresgleichen.
An diesem Sonntag ist Daniel nicht mitgefahren; er hat verpennt. Er sitzt mit einem Freund bei einem Videospiel und ist nicht gesprächig. Dafür ist Pelle gut drauf und schnuppert herum. Der Hund, der die geringsten Nussspuren riechen und warnen kann. Der Medikamente holt und Hilfe, falls Daniel ins Koma fällt.
Der Hund heißt nach dem siebenjährigen Jungen in Astrid Lindgrens „Ferien auf Saltkrokan". Jener Pelle ist besonders tierlieb; Utechts Pelle ist besonders menschenlieb. Daniellieb.
Überhaupt die Namen und Zeichen.
Jonathan bedeutet das „Geschenk Jahwes". Seine Gabe ist die Musik. Er hat einen schönen Sopran, sich selbst die Gitarre beigebracht und Trompete gespielt. „Schon als kleiner Junge hat er, wo irgendwo Luft durchpasste, Töne rausgekriegt. Ob es ein Gartenschlauch war oder eine Gießkanne."
Esther-Rebekka (etwa „der Stern, der Verbindung knüpft") fiel in der Schule Englisch sehr schwer. Nach Aufenthalten in Monaco, Nizza, auf einem Weingut in Italien und nach einem längeren Besuch in einer neuseeländischen Bibelschule spricht die junge Frau Italienisch, Französisch, Englisch. „Das hätte ich ihr früher nicht zugetraut", sagte die Mutter. „Zu erleben, wie die Kinder sich entwickeln, wie unterschiedlich . . . " Drei Punkte, eine offene Zukunft — und sichtbarer Stolz.
Daniel wurde noch nie in eine Löwengrube geworfen. Vielleicht würden sie ihn in Ruhe lassen. Vielleicht werden seine AllergieRaubtiere ihn eines Tages loslassen. Er spielt Handball und Schlagzeug. Er interessiert sich für Steine und Mineralien. Mit dem Vater war er einmal in der Firmenzentrale in Winterthur. „Da durfte er Kristalle zusammenfügen, in einem Ofen — Daniel war fasziniert."
Dominica spielt Geige. Saphira („die wunderbare Schönheit"; klar, als Nesthäkchen) tanzt in einem Ballett in der IWONA-Tanzschule in Pforzheim. „Es ist ein aufregendes Leben, das wir führen", sagt der Vater und lächelt. „Manchmal würde ich es mir etwas ruhiger wünschen."
Der Wellensittich, der durch die Stube schießt, heißt übrigens YIva. Das hat keine Logik. Ylva ist die Mutter von Vicky in „Vicky und die starken Männer". YIva der Vogel ist weder Wikingerin noch Mutter. Aber Namensgebung in Familien ist nicht 10gisch, sondern lust-, fantasie- und spaßbegründet. Oder doch Programm?

Fünftens: unterm Strich
Es ist eine Verwobenheit. Alltag und Glaube, Anstrengung und Liebe, Individualität und Zusammenhalt. Alexandra: „Wir können dankbar sein. Wir haben fünftolle Kinder. Wir haben ein tolles Haus. Wir haben alles, was wir brauchen." Familie ist ein anderes Wort für Glück. Und auch, um das Pathos abzumildern, für Wachsamkeit, Fürsorge, Hingabe. Denn Glück ist ein anderes Wort für Familie, all die Hingabe, Fürsorge, Wachsamkeit inklusive.

Autor: Eckhard Mieder
Fotos: Hans-Rudolf Schulz


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Das süße Leben in Schoko-Oderwitz

Ihr OKAL-Haus fällt auf: Weiß leuchtend, mit knallroten Streifen an der Fassade. Laut Bauunterlagen ein „F-80-122 BV 2". Das Feld daneben ist Bauland. Die Wiese hinter dem zweistöckigen Neubau geht weiter hinauf zu Reihen von Bäumen, hinter denen wieder ein Feld kommt. Und nicht viel weiter reicht die Oberlausitz, bis sie an die Grenzen zu Polen und Tschechien stößt. Das OKAL-Haus beherbergt zwei Generationen. Was gewaltig klingt - und erst mal meint: Hier wohnen Stefan, 34, mit seiner Magda, 28, und Magdas Mutti Monika, 68. So sagen sie hier zu ihren Eltern: Mutti und Vati. Das Haus ist groß, auf Zuwachs gebaut. Es soll gefüllt werden mit der nächsten Generation. Ein, zwei, drei Kinder; in der Anzahl sind sich Magda und Stefan nicht einig. Ansonsten sehr. Wir brauchen Platz für Kinder Magda hatte die Idee, ein Haus zu bauen. Sie und Stefan suchten im Internet nach Anbietern, fanden OKAL. Ließen sich von anderen Firmen anschreiben - und kehrten zu OKAL zurück.
„Wegen der Vielfalt", sagt Stefan. „Die waren sehr engagiert", sagt Magda.
Die? Der Verkaufsberater habe sich um sie gekümmert. Man konnte ihn auch abends 22 Uhr anrufen. Weil: Die zukünftige Bauherrengemeinschaft Neumann/Hansen hatte etliche Wünsche. Und Einfälle richten sich nicht nach der Uhrzeit. Zumal die beiden in der örtlichen Schokoladenfabrik in drei Schichten arbeiten. Uhren von Schichtarbeitern ticken anders. Von Anfang an stand fest: „Das Haus wird nicht für uns zwei Hübschen allein gebaut." Monika, die Mutter Magdas, sollte mit. Später die Kinder. Monika ist real, die Kinder sind es noch nicht. Dass es jemanden noch nicht gibt, heißt nicht, mit ihm nicht zu rechnen und nicht zu planen und - nicht für ihn zu bauen. Zwei Kinderzimmer oben. Ein Gästezimmer; könnte auch ein drittes Kinderzimmer werden. Ein Arbeitszimmer. Schlafzimmer, großes Bad und eine Ankleide. Die gesamte obere Etage bewohnen die jungen Leute, unten hat die Mutti ihre Wohnung. Monika hätte auch oben ihr Schlafzimmer genommen. „Dann könnt ihr es unten großzügiger gestalten." „Und dann kommste eines Tages nicht mehr die Treppe hoch", so die resolute Tochter. Das empörte die Mutter ein kleines bisschen. Ihre Oma ist schließlich 96 geworden! Aber: „Mir war's recht, dass sie mich mitnehmen. Bin ich dankbar für." Stefan und Magda haben mit ihren Jobs ein regelmäßiges Einkommen. Schokolade ist ein sicherer Arbeitsplatz. Die wollen die Menschen immer essen. Wenn die beiden in Rente gehen, ist das Haus abbezahlt. Wäre auch früher möglich, dann wäre die Rate höher. Bisschen was soll aber hängen bleiben, sagen sie. Für Urlaub und überhaupt. Die Mutti zahlt eine Miete für ihre Einliegerwohnung. Und einen tüchtigen Batzen Eigenkapital hatten sie: unterstützt von Stefans Eltern.
Klare Ansagen sind Magdas Ding. „Die Mutti hat gesagt, dass ist euer Haus. Macht, was ihr denkt!" Wichtig waren ihr und Stefan, dass es zwei Eingangstüren gibt und zwei separate Terrassen. Auch nicht zwei Terrassen nebeneinander an einer Hausseite. Sie wollen sich nicht gegenseitig „auf den Senkel gehen". Die Privatsphäre sei heilig. „Geht nicht, dass die Mutter unerwartet in der Stube der Kinder steht", sagt die Mutter. Allerdings wollte sie ihre alten Möbel mitnehmen. „Neue Möbel koof ich mir nimmer. Da spielt sich nüscht ab." Sie haben maßstabsgetreu alles ausgemessen und auf dem Papier gepuzzelt, Wände verschoben, geschlossene Küche oder Tür zur Terrasse. Und klar war auch: Magda und Stefan wollten Schlafzimmer, Stube, Terrasse nach hinten raus. Auch wegen der Schichtarbeit und der Ruhe zum Schlafen. Und an den Sommerabenden grillen mit Freunden und dabei mit dem Blick in Feld und Bäume. Der Verkaufsberater spielte geduldig und einfühlsam mit. Monika ist begeistert: „Die bauen einem das Haus auch um die Möbel herum!" Wir bauen das Haus urn den Tisch herum Der runde Tisch im vieleckigen Erker müsste die Hauptrolle in dem Heimatfilm „Das süße Leben Oberlausitz" spielen. Einst stand er im Wartezimmer von Foto-Richter. Das war der Laden, den der Großvater, der Vater, dann Monika in Oderwitz führten. Wenn es Familienfeste gab, wurde das Atelier freigeräumt, der Tisch hineingestellt und — vergrößert. Ein raffnierter Mechanismus erweitert ihn um einen Rand, ließ ihn rund bleiben — und es passten statt sechs gut zwölf Leute drumrum. Monikas Einweihungsgeschenk beim Einzug in das neue Haus. Für ihn musste der vorgesehene Erker verändert werden. Noch so ein Sonderwunsch. Der OKAL-Mann schlug einen sechseckigen Erker vor. Das passte Magda und Stefan und für den Tisch. Weil wir bei Wünschen sind: Magda stellte sich einen Wirtschaftsraum vor. „So wie ihn die Dänen haben. Man kommt zur Hintertür rein, kann seine dreckigen Klamotten abstreifen. Waschbecken, Waschmaschine, Getränkekästen . . .
„Ging so direkt von der Tür nicht. Ging dann aber doch, weil sie den Raum zwischen den beiden Wohnungen zum dänischen Wirtschaftsraum machten. Dänischer Wirtschaftsraum?
„Ich hab der Magda einiges zugemutet", sagt Monika. Als die Kleine um die zehn war, sei sie „ausgewandert" nach Dänemark. Weg von einer Ehe, hinein in die nächste, aus der sie und ihre Tochter mit dem Nachnamen Hansen nach vier Jahren zurückkamen. Von der dänischen Insel Lolland über Lübeck wieder in die Lausitz. Es fällt nicht schwer, sich ein Schulmädchen vorzustellen, das sich in Dänemark wohlfühlt. Die haben da nicht mal Zensuren. Es fällt aber auch nicht schwer, sich vorzustellen, wie schmerzhaft es aufschlägt. Und rebellisch und selbstbewusst auftritt. Wenn es zurückgeht. Zwar in das Dorf ihrer ersten Jahre; zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal. Aber es ist ein unsteter Weg für ein Mädchen, das eine Frau zu werden beginnt. Es habe Jahre der Anspannung gegeben. Desto froher und  dankbarer ist Monika, dass jetzt alle gemeinsam und harmonisch in einem Haus zusammenleben. Die Traditionslinien zweier Familien kreuzen sich. Eine ist nur noch Erinnerung  und ein stiller, schöner Film. Das Dorf und sein „Foto-Laden Richter". Privat in einer volkseigenen Welt. Jeder und jede musste mal vor die Atelier-Kamera. Ein Passbild für den Personalausweis. Freundschaftsbilder. Hochzeitspaare wollen auf das ORWO-Papier. Und in der Dunkelkammer werden die Urlaubsfilme der Leute entwickelt. Generationen Oderwitzer kannten die Richters, Richters kannten Generationen Oderwitzer. „Da sprechen mich manche jetzt noch an. Ich kenne nimmer alle. Die Gesichter höchstens. ,Wir waren doch mit den Kindern bei Ihnen, und das war so schön.' Hört man gern."
Es gab keine Drogerien, die Filme entwickelten. Keine Automaten, in denen Passbilder geschossen wurden. „Die mussten immer zu uns kommen. Wir waren konkurrenzlos." Reich sei man mit 'nem kleenen Foto-Laden nicht geworden. Aber auskömmlich war er. Und sie waren „zu kleen, uns hamse beim Verstaatlichen übersehen". Mitte der 90er-Jahre gab Monika den Laden auf und zog auf die Insel Lolland.
Stefans Mutti und Vati haben in der Schokoladenfabrik gearbeitet, als sie noch volkseigen war. Als sein Vater nach 50 Jahren in der Schokolade bei Riegelein in Rente ging, übernahm der Sohn genau seine Stelle: als der Mann, der die Schokolade anrührt. Und wie der Vater sich einst in das neun Jahre jüngere Lehrmädchen verliebte und sie die Mutter Stefans wurde, so warb der erfolgreich um die sechs Jahre jüngere Azubine Magda, sein Schokoladenmädchen. Sie werden nicht mehr Schokoladenmacher genannt. Sie sind Fachkräfte für Süßwarentechnik und arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb als Anlagenfahrer. Hier rührt keiner mehr mit einem großen Löffel im Bottich. Formt keiner mehr von Hand die Hohlkörper Weihnachtsmann und Osterhase. Sie haben eine dreijährige Ausbildung hinter und das Familienleben vor sich. Zur Theorie des Süßwarenmachens fuhren sie nach Solingen, wo sie auf alle anderen auszubildenden Süßmacher trafen. Die von Milka, die von Haribo, die von Storck. Mit 700 Kilometern hatten Stefan und Magda den weitesten Weg von daheim. Zum Heiraten müssten sie sich noch auf einen Nachnamen einigen. Neumann klingt auf Deutsch wie Hansen auf Dänisch. In die Bank draußen neben dem bepflanzten Sandhügel ist der Name Hansmann eingeritzt. Geht so was auf einem Standesamt? Heimat ist, wo wir daheim sind Als es das Haus noch nicht gab, fragten Freunde und Familie: Was ist mit eurem Haus? Jetzt gibt es das Haus, und jetzt wird gefragt: Was ist mit dem Kind? Wir arbeiten dran, sagen sie fröhlich. Eins oder zwei, sagt Stefan. Drei, sagt Magda. Nee, sagt Stefan, zwei Kinder, ein Hund, eine Katze, reicht. Eine nach vorn offene Planung. Monika wird auch in diesem Punkt ihren beiden Süßen nicht auf den (S)enkel gehen. Obwohl, ein Enkel, das wäre „das i-Tüpfelchen  auf dem Träumelein". Besseres als Kinder ist nicht zu machen. Davon ist sie überzeugt, danach hat sie gelebt. In den Zeiten der kleinen, privaten Zufriedenheit wie in den Zeiten des großen Hausbaus: am östlichen Rand Deutschlands. Auf der Insel Lolland sei es sehr schön gewesen. Aber der höchste Berg vielleicht läppische 300 Meter hoch. Kein Vergleich mit dem Zittauer Gebirge hier! (Schöner, trügerischer Vogel Erinnerung: Der höchste Punkt der Dänen-Insel liegt 25 Meter über der Meeresoberfläche.) Dass sie jemals Heimweh verspüren würde, hätte sie nicht geglaubt, sagt Monika Hansen. Für Magda und Stefan eh keine Option: wegzugehen. Sie sind hier geboren, sie haben ein paar Ausflüge gemacht. Aber: „In deinem Haus machst du am ersten Tag die Tür hinter dir zu und bist zuhause. Du weißt, wo der Lichtschalter ist. Du fragst nicht, darf ich das machen oder jenes. Völlig wurscht. Es ist unseres. Und wenn die Katze 'ne Maus mitbringt, dann ist es unsere Maus. Einer von uns muss die dann wegräumen." Sagt Stefan. Magda nickt und beide lachen. 

Autor: Eckhard Mieder
Fotos: Hans-Rudolf Schulz


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